Erschienen am 4. November 2020 im Stader Wochenblatt

Matthias Hartlef aus Schwinge ist bisher einziger Kandidat für den Posten

sb. Fredenbeck. „Ich möchte neuer Samtgemeinde-Bürgermeister von Fredenbeck werden“, sagt Matthias Hartlef (50). Unterstützung erhält er dabei von nahezu allen Fraktionen, lediglich die Grünen zeigen sich eher verhalten als enthusiastisch. Wie bei der Wahl des noch amtierenden Samtgemeinde-Bürgermelsters Ralf Handelsmann vor sechs Jahren gibt es bisher keinen Gegenkandidaten. „Das freut mich zwar einerseits, andererseits finde ich es etwas schade“, sagt Hartlef. „Ohne politischen Gegner vermisse ich ein bisschen den Wahlkampf.“

Matthias Hartlef ist in Stade geboren und aufgewachsen, der Liebe wegen zog er 2001 nach Schwinge, wo er mit seiner Frau und einer Tochter (11) lebt. Seit 2016 sitzt der Parteilose für die CDU im Fredenbecker Samtgemeinderat, ist zudem stellvertretender Vorsitzender im Finanz- und Personalausschuss der Samtgemeinde, Mitglied des Schulausschusses der Samtgemeinde und Mitglied im Beirat der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Stade für die Samtgemeinde Fredenbeck.

Beruflich hat Matthias Hartlef in der Verwaltung der Hansestadt Stade Karriere gemacht. Der gelernte Verwaltungsfachangestellte, der berufsbegleitend u.a. ein Grundstudium der Betriebswirtschaftslehre absolvierte, verbeamtet ist und zurzeit den Titel des städtischen Oberrats trägt, war in nahezu allen Abteilungen der Stadt tätig. Leitungsfunktion hatte er in der Steuerabteilung, in der Fachgruppe Organisation, in der Abteilung für Sicherheit und Ordnung, in der Abteilung für Jugend- und Familienhilfe, in der Kämmerei und in der Gebäudewirtschaft, zudem bildete er viele Jahre als niedersächsischer Lehrbeauftragter junge Verwaltungsfachangestellte aus. „Ich habe beruflich viel erlebt und viele interessante Menschen kennengelernt“, sagt Hartlef. „Und Ich kenne das ganze Paket der Kommunalverwaltung.“ Als Rathaus-Chef in der Samtgemeinde Fredenbeck will er moderieren, motivieren und auch in schwierigen Situationen Entscheidungen fällen. Handlungsbedarf sieht er in seiner Wahl-Heimatgemeinde u.a. in der Beschleunigung von Arbeitsabläufen und noch mehr Bürgernähe. „Wir könnten in so manchen Dingen besser werden“, sagt er. Wahltermin ist der 12. September 2021. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.“ Vor allem sollen mich die Bürger besser kennenlernen“, wünscht sich Hartlef, der in seiner Freizeit gern angelt und jagt und Vorsitzender eines HSV-Fanclubs ist. „Solange die Corona-Pandemie vorherrscht, ist das mit dem Kennenlernen allerdings schwierig.“